KIWANIS LUNCH VOM DIENSTAG, 13.12.2022
Dinner - Referat von James J. Frei
«Muesch alles emal gmacht ha!»
Der Titel ist gleichzeitig das Lebensmotto von James Frei. Geboren 1952 hat er über fünfzig Jahre lang Bilder gemalt und nebenbei Texte geschrieben. 2019 hat ihn die Liebe zum Schreiben gepackt. Der «Tausendsassa aus Horgen» (O-Ton Zürichsee Zeitung), der gerne reist, erzählt uns, wie er vom Bildermaler zum Autobiographen und Krimiautor mutierte. Ausserdem ist James ein grosser Liebhaber und Kenner von Schottland und dessen bekanntestem Produkt: Whisky.
«Die Offenbarung», sein erstes Werk, ist seine sehr offenherzige Autobiographie. In dieser waren u.a. zwei Geschichten in 'Züritüütsch'. Dies animierte seine Leser in dazu zu drängen, eine Fantasie-Geschichte die um die ganze Welt führt, zu schreiben. Die ist mit vielen spannenden Begegnungen z.B. Ben Hur, der Monty Python-Truppe, Elvis oder J.R. Ewing und vielen mehr gespickt. Dieses Buch schrieb James in breitestem 'Züritüütsch', die ABER im zweiten Teil mit einer Eins-zu-eins-Übersetzung in hochdeutsch aufwartet. Danach folgte die Wendung zu Kriminalgeschichten, für die ihn seine Fantasie, seine Passion zu Schottland und dessen Nationalgetränk in die Highlands führten. Sein erster Fall spielt in der Whisky-Szene und heisst «Heidekraut auf dem Sarg». Ein Toter, zwei Destillerien, dutzende Verdächtige, ein Mörder und er selbst bilden den Rahmen für den Krimi. Er ist der Privatdetektiv Mr Smith und der ist ein Begriff. Er bekennt: all die Recherchen in diesem Fall erweiterten meinen Horizont und ermöglichten mir unter anderem einen tiefen und spannenden Blick hinter die Fassaden der Whisky-Industrie. Es folgten weitere Buchtitel, wie «Artefakte und Drogen», «Blut für nichts? – Blut für nichts!» und «Produzenten des Todes» - alle handeln von den Abenteuern von Mr Smith aus Edinburgh. Sämtliche Bücher wurden durch ihn selber auch illustriert.
Toni Semadeni
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KIWANIS LUNCH VOM DIENSTAG, 29.11.2022
Lunch - Referat von Frau Sandra Hagmann
Caritas Zürich und das Projekt Incluso
Frau Sandra Hagmann, Mitglied des KC Küsnacht leitet ihr Referat mit einem Überblick zum katholischen Hilfswerk Caritas Schweiz ein. Gesamtschweizerisch sind rund 735'000 Personen von Armut betroffen: Alleinerziehende, Menschen mit geringer Bildung, Working Poor und Personen mit kritischen Lebensereignissen. Altersarmut und Frauen machen einen wesentlichen Teil aus. Im Kanton Zürich haben 80% einen Migrationshintergrund. Einzelpersonen stehen durchschnittlich etwa 2'300 Franken zur Verfügung, Familien mit 2 Kindern 4'000 – für Wohnkosten, KK, Essen, Kleidung usw. 16 regionale Caritas-Organisationen haben den Fokus auf kantonale Angebote. Caritas Zürich setzt sich für armutsbetroffene Familien und benachteiligte Menschen ein, unabhängig von deren Nationalität und Weltanschauung. Zudem leistet sie einen wesentlichen Beitrag zu ihrer sozialen Integration im Kanton Zürich.
Frau Hagmann ist für die Finanzierung des Projekts INCLUSO verantwortlich. Dabei werden Jugendliche aus sozio-ökonomischem und/oder Migrationshintergrund auf Lehrstellensuche von freiwilligen MentorInnen unterstützt. Mit regelmässigen Treffen und Gesprächen wird jeweils eine vertrauensvolle Tandem-Beziehung aufgebaut. Dabei werden konkrete Aufgaben wie die Vermittlung von Wissen und Kontakten sowie von konkreten Anleitungen gelöst. Anmelden können sich SchülerInnen aus der 2. Sekundarschule oder dem Berufsvorbereitungsjahr Sprache und Integration. Teilnahmebedingungen sind: Migrationshintergrund, sozioökonomische Situation einerseits und Eigeninitiative, Motivation und Zeit andererseits. Von den freiwilligen MentorInnen wird ein umfassendes Profil verlangt mit u.a. Berufserfahrung, älter als 25 Jahre alt, deutschsprachig, mit Geduld, Offenheit, zeitlichen Ressourcen und guter Vernetzung.
Die Zusammenarbeit umfasst wöchentliche Treffen, bilateral vereinbart, während dem letzten Schuljahr bis zur Anschlusslösung. Dabei werden Bewerbungsunterlagen, Telefon-, und Vorstellungsgespräche, sowie die Selbstorganisation geübt und besprochen aber auch Kontaktnetze aktiviert. Ziel ist es, eine passende Anschlusslösung zu finden und Schlüsselqualifikationen fürs Berufsleben zu erwerben. Durchschnittliche Resultate all dieser Bemühungen aus 70 Mentorings pro Jahr sind: 1/3 finden eine Lehrstelle, 1/3 beginnen eine Vorlehre oder ein Praktikum und 1/3 eine schulische Anschlusslösung.
Das Incluso Team bei Caritas Zürich beschäftigt 3 Festangestellte (200 Stellenprozent). Sie präsentieren das Angebot in den Schulen, stellen die 70 Mentorings zusammen, begleiten diese über das Jahr und führen Weiterbildungskurse durch.
Eine Lehrstelle zu finden ist ein grosser Erfolg, die Lehre erfolgreich abzuschliessen ist der Jackpot!
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Dinner-Referat vom 20.09.2022 von Josua Meyer
Wer bin ich?
Josua M. Meyer, kommt ursprünglich aus dem Kanton Solothurn, wo er auch die Grundschule besuchte. Nach einer fundierten Ausbildung in der Gastronomie, im Hotel Park Hyatt Zürich, spezialisierte er sich auf den Luxus-Gastronomiebereich und sammelte wertvolle berufliche Erfahrungen in renommierten Häusern und als Privat Butler.
Später wechselte er in die Versicherungsbranche und absolvierte die Ausbildung bei der Baloise Versicherung. Hier eignete er sich umfassende Fachkenntnisse an, die er in seine Selbstständigkeit einbrachte. Mit der Gründung der «JM PARTNER AG» verwirklichte er sein Ziel, als unabhängiger Broker tätig zu sein. Seine Geschäftstätigkeit wird von einem hohen Qualitätsanspruch geprägt, inspiriert von der Devise Henry Royces: «Take the best that exists and make it better».
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Ltd Governor Hans Möhr überreicht unserem Club im Anschluss an das Referat eine Urkunde, mit der unser Club ausgezeichnet wird für die Akquisition von neuen Mitgliedern im Vereinsjahr 2021/2022.
Er findet zudem sehr positive Worte zu seinem Besuch der Convention in Zofingen.
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Sozialeinsatz Tanne – Schweizerische Stiftung für Taubblinde vom 03.09.2022
Tanne – Chilbi 50+
Das 50 Jahr - Jubiläum hätte eigentlich im Jahr 2020 stattfinden sollen, musste wegen Covid aber verschoben werden. Am Samstag, 3.9.2022 wurde es mit einem Fest-Akt und einem bunten Programm im weitläufigen Tanne Areal in Langnau nachgeholt. Regierungsrat Mario Fehr hat mit einem, wie immer gehaltvollen und kurzweiligen Referat, die Veranstaltung eröffnet. Schlag auf Schlag folgten Führungen, Mitmachsingen, Filmpremiere «50 Jahre Sinn-voll im Dialog» und ein Platzkonzert des Musikvereins Langnau a. A. Die vielen Kinder erfreuten sich an den Alpaka-Spaziergängen, am Gebärdenspiel, Kinderschminken, Dosenwerfen, dem Luna-Park mit Karussell, Speed-Tubing Bahn und Bällchen-Chillpool.
Ein Höhepunkt war das reichhaltige kulinarische Angebot. Der Kiwanis Club Sihltal-Zürich hat es übernommen, den Wurststand zu führen. Der Sekretär Thomas Baumann, Susanne Stark, Toni und Vreni Semadeni haben von 12 bis 17 Uhr mehr als 300 Cervelats sowie Schweins- und Kalbsbratwürste gebraten und zugunsten der Tanne verkauft. Es war eine Punktlandung - keine einzige Wurst ist übriggeblieben. Ein Win-Win-Sozialeinsatz sowohl für die Stiftung Tanne, als auch für den Kiwanis Club.
05.09.2022/Toni Semadeni
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Referat vom 23.08.2022 von Prof. Dr. Andreas Wenger, Direktor Center for Security Studies, ETH Zürich
Einschätzungen zum Krieg in der Ukraine - Auswirkungen der CH-Sanktionen auf die Neutralität
(Zusammenfassung)
Mehr als 80 Personen der regionalen Kiwanis Clubs sind der Einladung des Kiwanis Clubs Sihltal-Zürich zu diesem vielversprechenden Referat am 23.08.2022 ins Hotel Sedartis in Thalwil gefolgt.
Eine kurze Rückschau auf die Weltpolitik diente als erhellenden Einstieg in die Thematik. Die 1990er Jahre waren geprägt von westlicher Dominanz und liberaler Ordnung mit der Vision demokratischen Friedens, wirtschaftlicher Globalisierung und kultureller Annäherung. Es folgte in den 2000er Jahren die Gegenreaktion in Politik und Wirtschaft: Afghanistan 2001, Irak 2003, Georgien 2008 und Ukraine 2014, wie auch die Finanz- und Eurokrise 2008. Die Rückkehr zur Grossmachtpolitik zeigte sich in den 2010er Jahren in der strategischen Rivalität China – USA sowie den alternativen Ordnungsvorstellungen Russland – EU.
Krieg in der Ukraine
Die Vision einer liberalen Sicherheitsordnung mit Menschenrechten, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, ist gescheitert. Europa ist nicht mehr im Frieden, Russland nicht mehr Partner. Russland wendete sich von den westlichen Werten und Ordnungsvorstellungen ab und besinnt sich zurück auf den imperialen Charakter, zurück zu einer konfrontativen Sicherheitsordnung.
In Europa hat sich eine neue strategische Lage entwickelt. Die NATO wurde gestärkt und legt den Fokus auf regionale Verteidigungsszenarien wie Stärkung der Abschreckung und Verteidigung an der Ostflanke und im Norden (Finnland, Schweden). Europa kehrt, improvisierend, zur Verteidigungspolitik zurück. Die Instabilität im Süden Europas bleibt jedoch eine Herausforderung.
Grossmachtrivalitäten und europäische Handlungsfähigkeit dominieren; Europa ist nicht mehr Angelpunkt des Staatensystems. Schwerpunkt der Weltpolitik ist der Indopazifik. Die antiwestliche Partnerschaft China-Russland zeigt sich in Russlands Schwenk nach Osten (Sanktionen, Isolation) und Chinas Schwenk nach Westen. Auf den Zusammenhang zwischen dem Krieg in der Ukraine und der Krise um Taiwan deutet das Treffen Putin - Xi Jinping vor der russischen Invasion hin, sowie der geschwächte Westen mit den Protagonisten Biden, Trump, Merkel, Scholz sowie dem Brexit. Andererseits erfährt Russland durch die Krise um Taiwan eine strategische Schwächung indem die USA Handlungsfähigkeit im Pazifik zeigt.
Auswirkungen der CH-Sanktionen auf die Neutralität
Auch diesen Teil des Vortrags bindet Professor Wenger in einen Gesamtrahmen ein.
Die Sicherheits- und verteidigungspolitische Kooperation wird immer wichtiger, denn komplexe Bedrohungen, rasante Technologieentwicklung und begrenzte Finanzen können nicht mehr alleine gestemmt werden. Dazu ist eine sicherheitspolitische Steuerung notwendig: Setzen von Zielen und Ambitionsniveau sowie politischer Dialog auf hochrangiger Ebene und Interoperabilität in der Neutralitätspolitik als Voraussetzung für die «Abwehr im Bund». Schwerpunkte sind dabei die Zusammenarbeit zur Stärkung der Verteidigungsfähigkeit, Digitalisierung, Innovation, Technologie und Werte, wie auch Friedensförderung, Krisenmanagement und auf den Kontext ausgerichtete kooperative Sicherheit.
Wie sieht eine angepasste Neutralität in einem volatilen globalen Umfeld aus? Das Festhalten an der Neutralität ist ein fester Bestandteil der politischen Identität der Schweiz. Allerdings ist eine flexible Anpassung an das sich verändernde Umfeld nötig wie schon die Geschichte zeigt: Immer dann, wenn Konturen einer neuen Sicherheitsordnung sichtbar wurden. Verschiedenes weist allerdings auf eine abnehmende Bedeutung der Neutralität als Mittel der Sicherheitspolitik hin. Z.B. begrenzte, konventionelle Kampfhandlungen im unmittelbaren geografischen Umfeld, bei Cyperattacken, Desinformation sowie wirtschaftlicher und politischer Erpressung. Auch besteht keine Pflicht zur Akzeptanz durch Drittstaaten zur wirtschaftlichen und ideologischen Neutralität.
Durch die kenntnisreiche, hochprofessionelle Präsentation und die Aktualität des Themas gelingt es Professor Wenger, seine Zuhörer zu packen und zu Fragen zu animieren. Vielen Dank für diesen unvergesslichen Abend.
Adliswil, 24.08.2022/ Toni Semadeni
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Lunch-Referat vom 28.06.2002 von Markus Hausmann, Redaktor ZSZ
Herausforderung neues Leseverhalten
Unter dem Dach der TX Group sind fünf unterschiedliche Firmen vereinigt, Tamedia ist eine davon. Zu ihr gehören unter anderem das überregionale Flaggschiff «Tages-Anzeiger» genauso wie die regionalen Titel «Zürichsee-Zeitung» (ZSZ), «Sihltaler» und «Thalwiler Anzeiger». Herr Markus Hausmann arbeitet seit 2015 bei Tamedia und ist bei der ZSZ stellvertretender Leiter des Ressorts Bezirk Horgen. Er hat Journalismus und Kommunikation studiert und sich in verschiedenen Lehrgängen bis zum Master weitergebildet.
Die Herausforderungen zeigen sich einerseits in der Gegenüberstellung der Kundenbedürfnisse Lokal – Überregional. Das heisst: Für welches Medium eignet sich ein vorliegender Artikel eher, für das eine oder das andere oder beide? Andererseits stellen sich ähnliche Fragen bezüglich Print oder digital. Print ist bei diesen Titeln immer noch führend, verliert aber jährlich einige wenige Prozente. Digitalabos legen stetig zu, allerdings langsam. Einer der Hauptgründe ist das schier unendliche Angebot im Netz, das grösstenteils kostenlos abgerufen werden kann. Andererseits erlaubt die Elektronik hier ein sehr präzises Marketing. Unter anderen: Wie viele Klicks erhält jeder Artikel und zu welchen Themen? Wie lange verweilt der Leser und zu welcher Tageszeit? Was wird gelesen, bzw. was eher nicht?
Anhand von konkreten Beispielen über das gesamte Spannungsfeld des Themas gelingt es dem Referenten, seine Zuhörer zu packen und anschliessend eine interessante Diskussion auszulösen.
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Lunch-Referat vom 17.05.2022 von Urs Furrer
Wer bin ich?
Die Schulen besuchte Urs Furrer in Zürich, ebenso die Lehre als kaufmännischer Angestellter bei der Konkordia Versicherung. Es folgten weitere rund 20 Jahre in verschiedenen Positionen bei der Bâloise Versicherung, der La Suisse und der Rentenanstalt sowie mit Weiterbildungen. Anschliessend führte er eine privatrechtliche Firma mit Altersheimen. Seit einigen Jahren ist er Inhaber der «Futures Consulting GmbH» mit Ausrichtung auf Mandantenbuchhaltungen, Firmengründungen, Finanzplanungen, Steuerberatungen, Versicherungsmanagement und begleitet Start-ups. Ausserdem unterstützt er Personen, die wieder zurück in den Arbeitsprozess wollen. Er ist immer noch voll tätig, weil es ihm Spass macht.
Urs Furrer wohnt im Gartendörfli in Langnau – auf der Sihlseite, wie er betont. Eine ehemalige Seilbahn-Gondel nutzt er als gemütlichen Sitzplatz im Garten für ruhige Stunden. In seiner Wohngemeinde hatte er in der Schulpflege und in Kommissionen mitgewirkt. Im Militär arbeitete er sich bei den Luftschutztruppen (heute Rettungstruppen) bis zum Hauptmann hoch. Er beherrsche deshalb, meint er mit einem Schmunzeln auf den Lippen, auch den Umgang mit einer Kettensäge.
Hobbies? Er besitzt das internationale Patent für Segel- und Motorschiffe. Gelegentlich führte er private Grossyachten, auch mit Gästen, rund um die Iberische Halbinsel ins Mittelmeer geführt und ist im Segelverein Oberrieden. Im Sommer wandert er viel im Alpstein Gebiet und fährt im Winter Ski. Urs spielt schon seit der Jugendzeit Trompete, zudem Alphorn und trommelt um sich abreagieren zu können.
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Lunch-Referat vom 05.04.2022 von RA lic. jur. Markus Braun
Statthalter Bezirk Horgen
Vom Rechtsanwalt (Einzelunternehmer) zum Statthalter und Präsidenten des Bezirksrates
Seit dem 1. Juli 2021 amtet Herr Markus Braun als Statthalter und Bezirksratspräsident. Nach der juristischen Ausbildung war er von 2000-2021 als Rechtsanwalt mit eigenem Büro in diversen Rechtsgebieten tätig. Nebenberuflich engagierte er sich während 28 Jahren politisch aktiv, 2006-2017 zuletzt als letzter Gemeindepräsident im Hirzel bis und mit der Fusion mit Horgen. Sein breiter Erfahrungsschatz, die gute Kenntnis des Bezirks Horgen und die Lust, nochmals etwas Neues anzupacken veranlassten ihn, sich als Statthalter zur Wahl zu stellen.
Der/die Statthalter/in wird vom Volk gewählt. Dieses bestimmt also, wen es als «verlängerten Arm der Zürcher Regierung wählt». Der/die Gewählte ist zuständig für das Übertretungsstrafrecht, die Aufsicht über Ortspolizeien, Feuerwehr und Feuerpolizei, Gemeinden, Heime und Zweckverbände. Vertreter der GVZ im Bezirk, Präsident des Bezirksrates und verantwortlich für die Bezirksverwaltung. Er führt das Statthalteramt und den Bezirksrat. Unter diesen Titeln präsentiert sich eine ungeheure Vielfalt von Aufgaben (z.B. Nichtbezahlen von Ordnungsbussen, Schwarzarbeit, Betteln auf öffentlichem Grund, illegales Entsorgen von Abfällen) mittels des Erlasses von Strafbefehlen, diverse Aufsichtstätigkeiten über Ortspolizeien, Gemeinden etc. das Ausrücken bei Bränden und vieles mehr. Die Liste liesse sich fast unbegrenzt weiterführen. Statthalter zu sein ist ein sehr verantwortungsvoller, spannender und vielseitiger, aber auch physisch und psychisch fordernder Job, der sich nicht einfach nur im Büro erledigen lässt.
Fazit des Referenten: Ich würde den Wechsel vom Rechtsanwalt zum Statthalter wieder in Angriff nehmen!
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Lunch-Referat vom 08.02.2022 von Martin Arnold,
Gem.-Präsident Oberrieden & Präsident Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg
Regionalplanung im Bezirk Horgen
Die ZPZ, Zürcher Planungsgruppe Zimmerberg, ist ein Zweckverband zur Konkretisierung der Vorgaben des Bundes und des Kantons in der Region. Bis 2050 wird die Zunahme der Bevölkerung im Bezirk insgesamt auf rund 150'000, diejenige der Arbeitenden auf rund 60'000 geschätzt. Aus diesem Grund erfährt der derzeitige Richtplan eine Teilrevision per 2022. Das Spektrum dieses Planes reicht von Standplätzen für Fahrende bis zur Bestimmung von künftigen Deponien – d.h. praktisch alles was die öffentliche Infrastruktur betrifft. Diskussions- und Konfliktpotenzial ist also reichlich vorhanden, wie das Beispiel «Sood – Lätten» in Adliswil aufzeigt. Die ZPZ unterstützt den Wunsch der Gemeinde Adliswil, denn sie erachtet diese Planung als vernünftig.
Der ebenfalls anwesende Gemeindepräsident von Adliswil, Farid Zeroual, weist auf den Umstand hin, dass Adliswil verkehrstechnisch 4-fach durchschnitten ist: Mit der Autobahn, der Zürichstrasse, der Bahn und der HVS (Sihltalstrasse). Die Verlagerung von Gewerbebetrieben ins Gebiet Lätten direkt bei der Autobahn wird einen grossen Teil der Lastwagen aus der Stadt bringen. Ebenso macht die Aufwertung des Gebietes Sood zum bewohnten Stadtzentrum, direkt bei der Bahn, Sinn.
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Lunch Referat vom 25.01.2022 von Hans Lauber
Wer bin ich?
Der vielseitige, interessante Werdegang von Hans Lauber kann auf folgende Stichworte komprimiert werden: Ausbildung, Militär, Familie, Banken und Versicherungen, Hobbies. Eigentlich wusste Hans während der Schulzeit bis hin zur Matur nicht wirklich was aus ihm werden sollte. Erst das Studium zum Lic.rer.pol. an der Universität Basel gab ihm mit der Zeit die Richtung vor. Während neun Jahren, eines davon in den USA, arbeitete er sich in der CS zum Leiter Income & Derivatives hoch. Es folgten Jahre in der UBS und Coutts Bank (Schweiz) AG, danach sieben sehr anstrengende Jahre als Group Chief Investment Officer/Leiter Asset Management und Mitglied der Geschäftsleitung bei der WINTERTHUR Gruppe, Winterthur. Alsdann kamen nächste Schritte als CEO und Präsident des VR bei der Arecon, Zürich, sowie als CIO/Head Investment Solutions und Mitglied der Geschäftsleitung der Bank Julius Bär, Zürich. Seit 2014 ist Hans Lauber mit verschiedenen Standbeinen unterwegs. Zum einen ist er Inhaber von der auf Immobilien ausgerichteten Firma HFL Invest AG, und zum anderen von der auf Outsourcing spezialisierten Informatikfirma Wagner AG. Und als drittes Standbein ist er Mitglied der Veraltungsräte der Postfinance AG, der AXA Versicherungen AG sowie noch einigen kleineren Firmen aus der Finanzbranche.
Im Militär arbeitete sich Hans in der Artillerie bis zum Kadi hoch. Positiven Rückhalt und Entspannung findet er in seiner Familie mit seinen zwei Töchtern, im Sport, beim Segeln und im Smokers Club.