Dinner und Präsentation «Wer bin ich» von Christian Zwahlen, 12.11.2024
Christian Zwahlen stellt sich vor
Vor einem für unseren Club überdurchschnittlich grossen Plenum freut sich Christian über die Möglichkeit, sich heute den Mitgliedern des Kiwanis Clubs Sihltal-Zürich im kleinen Saal des Restaurants Rössli, Adliswil, offiziell vorstellen zu können. Er wohnt seit 2005 in der Region Adliswil-Thalwil und ist seit dem 14. Mai 2024 Mitglied im Club.
Christian wurde 1973 in Basel-Stadt geboren und verbrachte da auch seine Jugendjahre. Bereits als kleiner Knirps hat ihn sein Vater an die FCB-Spiele mitgenommen. Schon früh wurde er ‘Wölfli’ bei der Pfadfinderabteilung Blauenstein und daselbst auf den Namen «Chico» getauft. Er beendete seine Pfadikarriere als Fenner (Gruppenleiter). Seine Vielseitigkeit wurde unter anderem durch Klavier-, Tennis- und Einradunterricht gefördert, seine Weltoffenheit durch Ferien am Meer, Wandern in den Bergen und beim Skifahren in den Bergen.
Die Schulen besuchte Christian in Basel. Im Alter von 16 bis 20 Jahren übte er sich als Volleyballspieler beim SC Uni Basel. Seine Nebenjobs wie z.B. bei der SSG-Minibar, als Zeitungsverteiler und in einem Modellbaulager konfrontierten ihn mit der harten Wirklichkeit des Arbeitslebens. 1993 folgte der Maturaabschluss, anschliessend absolvierte er die Rekrutenschule als Füsilier in Liestal.
Matura, was nun? Weil ihn als Kind und Jugendlicher Baustellen faszinierten haben, begann Christian an der ETH in Zürich das Studium in Bauingenieurwissenschaften. Er beendete sein Studium wieder und legte ein ungeplantes Zwischenjahr ein, das er für ein Praktikum bei der SBG nutzte. Diesem folgte eine ausgiebige USA-Reise von New York nach Florida und anschliessend quer durch das Land bis nach Los Angeles. Wieder zurück, startete er sein Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Uni Basel mit Schwerpunkt Finance. Seine Zeit reichte wiederum für Nebenjobs bei der Nationalversicherung, im Häbse-Theater, bei der SBG und auch als Übungsleiter an der Uni. Doch das Fernweh liess ihn einfach nicht los. Insbesondere zog es ihn wieder in die USA (New York, New Orléans bis Big Bend National Park und Südwesten), aber auch nach Kopenhagen, Irland und Prag. Im Frühling 2000 schloss Christian sein Studium ab. Zwecks Optimierung seiner Englischkenntnisse besuchte er (wen wunderts) Cairns im Nordosten Australiens und reiste schliesslich quer durch dieses einzigartige Land.
Seine berufliche Laufbahn startete Christian Im Sommer 2000 bei der UBS in Zürich als Portfolio Manager. Er hatte parallel dazu die Möglichkeit, sich als Finanzanalyst (CFA) weiterzubilden. 2005 wechselte er zu Rieter, 2008 zu JMA Jürg Maurer Asset Management, welche in diesem Jahr gegründet worden ist. Die Firma erbringt Vermögensverwaltungsdienstleitungen für private und institutionelle Kunden, sie verwaltet vorwiegend gemischte und Aktienmandate. In der Firma arbeitete er an der Gründung und dem Aufbau der Firma, neben seinen Funktionen als Analyst und Portfolio Manager. Im Jahr 2012 war er für die Bewilligung der Firma bei der FINMA als Verwalter von Kollektivvermögen verantwortlich. Seit diesem Jahr ist er Mitglied der Geschäftsleitung und Stv. CEO. Seine grösste Passion ist die Beurteilung der Finanzmärkte, und im Speziellen von Aktien, Obligationen und anderen Anlagen nach ihren Aussichten.
Seit 1994 ist Christian mit Eveline zusammen, verheiratet sind sie seit 2003. Eveline ist Primarlehrerin, von 1994 bis 1998 in Engelberg an der Dorfschule, anschliessend in Zürich (Illgen-Schulhaus beim Römerhof), in Thalwil und jetzt im Schulhaus Untermoos in Zürich. Ausserberuflich ist Eveline im Vorstand des TCS, Gruppe Horgen, tätig. Die Familie wohnt seit dem Jahr 2008 in Thalwil. Die Tochter Laurence, fast 20 Jahre alt, studiert Informatik an der ETH Zürich, Sylvie, 17 Jahre alt, ist noch in Ausbildung und leidenschaftliche Fussballerin in der 1. Damenmannschaft des FC Thalwil. Christians Hobbies und Ziele geben einen vielfältigen Einblick in sein persönliches und in sein Familienleben: Gesund bleiben, Wandern und Walking, Skifahren, Schwimmen, Reisen, Vespa fahren, Freundschaften pflegen, Jassen, Zeit mit seiner Familie verbringen, im Kiwanis Club und beruflicher Erfolg.
Christian freut sich auf eine tolle Zeit im Kiwanis Club Sihltal-Zürich, auf interessante Gespräche, Themen und Projekte, genauso wie sich einzubringen und einen persönlichen Beitrag zu leisten zum Wohl von Kindern und der Gemeinschaft.
Toni Semadeni
Chair BMC
______________________________________________________________________________________________________
Besuch bei BROKIDS in Zürich-Seebach
Kiwanis Club Sihltal-Zürich, Mittwoch, 18.09.2024:
Am 18.09.2024 um 12.00 Uhr ist es soweit, 7 Unentwegte treffen sich in Zürich Seebach um 12.00 Uhr im Restaurant Bürgli zum reichlichen und «chüschtigen» Mittagessen. Der anschliessende 10-minütige Spaziergang bringt uns zum Landhusweg 4, dem Sitz von BROKIDS, wo wir um 13.45 Uhr erwartet werden.
BROKIDS ist ein auf Kinderartikel spezialisiertes Brockenhaus, das von Kindern und Senioren betreut wird. Das Förderangebot bereitet Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 14 Jahren durch Einblicke in die Berufswelt und «Arbeitserfahrungen» auf die Zeit der Berufswahl vor. In drei Reparaturwerkstätten leiten die Werkstatt-TrainerInnen die Teilnehmenden an, gebrauchte und defekte Kinderartikel aller Art fachgerecht zu reinigen, zu reparieren und für den Verkauf vorzubereiten.
Der Rundgang durch die Räume beginnt im «Untergrund», dem Lagerraum, in dem die noch zu erneuernden Spielwaren, Fahrräder, Kinderfahrzeuge, Kindermöbel usw. auf ihre Bearbeitung warten. Hier erkennen wir, dass es nebst der Jugendarbeit gleichzeitig um die wachsende «Kreislaufwirtschaft» geht. Die nächsten beiden Räume sind Werkstätten. Wir sind sehr positiv überrascht über deren Helligkeit, die freundliche Atmosphäre und insbesondere die fast klinische Sauberkeit und Ordnung. Jedes Werkzeug, jedes Ersatzteil hat seinen Platz, alles ist minutiös beschriftet. Die anwesenden Kinder und Jugendlichen arbeiten konzentriert unter der Anleitung von Werkstatt-TrainerInnen. Jeder Artikel wird auseinandergenommen, die Teile gereinigt, repariert und wieder zusammengesetzt. Einzelteile, die noch brauchbar sind werden als spätere Ersatzteile gelagert. Hier lernen die TeilnehmerInnen auch den richtigen Umgang mit verschiedensten Werkzeugen und Geräten wie Schraubenzieher, Feilen, Axt und Hammer, genauso wie Schraubzwingen oder Besen und Waschlappen. Zudem müssen alle am Ende des Tages einen Arbeitsrapport ausfüllen.
Die Vielfalt der «Produkte», bzw. der «verkäuflichen Artikel» im Verkaufsraum ist fast erschlagend. In allen Farben, Formen und Ausprägungen finden sich hier Spielzeuge, Bücher, Fahrräder, Trottinette und nicht selten Trouvaillen wie ein Gampiross (Schaukelpferd) oder eine Gitarre. Rund 15% des Gesamtumsatzes werden durch den Verkauf all dieser Gegenstände teils im Shop und teils auf Online-Plattformen erzielt. Etwa 85% wird durch Förderstiftungen, Firmen, Kirchen, Privatpersonen und der Stadt Zürich erbracht.
Toni Semadeni
Chair BMC
______________________________________________________________________________________________________
Vorstellungsreferat von Jürg Niederbacher
Dienstag, 25.06.2024
Der Kiwanis Club Sihltal-Zürich hat mit Jürg Niederbacher ein neues vielseitiges Mitglied gewonnen. Er wurde 1963 in Zürich geboren und besuchte die Grundschulen in Unterengstringen und anschliessend das Langgymnasium Rämibühl. Er ist Bürger von und wohnhaft in Zürich, verheiratet mit Andrea und hat eine 16-jährige Tochter. Jürg Niederbacher studierte Jura und promovierte mit einer Dissertation zum Europarecht «Cassis de Dijon». Dieses besagt, dass grundsätzlich alle Produkte, die in einem EU-Mitgliedstaat rechtmässig in Verkehr gebracht werden, auch in allen anderen Mitgliedstaaten verkauft werden dürfen. Das Prinzip gilt auch für den Schweizer Markt. Im Militär bekleidet er den Rang eines Oberleutnants der Artillerie. Des Weiteren ist er Mitglied in der «Neuen helvetischen (staatsbürgerlichen) Gesellschaft» und interessiert sich für die generelle und zeitgenössische Geschichte.
Die wesentlichen beruflichen Stationen führten Dr. Niederbacher zur CS Zürich als Assistenten von Kreditchef Dr. Martin Wetter, unter anderem als Leiter der «Euro Services», wo er kleine und mittlere Schweizer Unternehmen bei ihren Investitionen in der Europäischen Union kompetent begleitete. Es folgten 2 Jahre in der Maschinenindustrie, bei Sulzer Winterthur, wo er den Bereich „Public Affairs“ leitete und damit eine wichtige Schnittstelle zwischen Politik und Wirtschaft bildete. Und schliesslich 6 Jahre bei der kantonalen Standortförderung Zürich, wo er am Aufbau der Greater Zurich Area AG beteiligt und deren verantwortlicher Direktor war.
Heute ist er Mitinhaber und Geschäftsführer der Beratungsfirma Niederbacher & Partner. Sein fundiertes Wissen und seine umfassende Erfahrung machen ihn zu einem vertrauenswürdigen Berater in der Branche, der Unternehmen, die in einem wettbewerbsintensiven Markt erfolgreich bestehen wollen, wertvolle Einblicke und strategische Lösungen bietet.
Jürg Niederbacher ist ausserdem Mitglied des Beirats von SRC, Strategic Relations Counselling. Deren Aufgabe ist es, ihre Kunden kompetent zu vertreten, Beziehungen auf internationaler Ebene aufzubauen und zu pflegen sowie Verhandlungen zu erleichtern. In dieser Mission beschäftigt er sich derzeit intensiv mit dem Mandat «Syncycle», einem Startup das sich mit der Umwandlung (Pyrolyse) von Plastikabfall in Öl zum Ziel setzt. Eben dieses Öl kann wiederum als Grundstoff für neue Produkte aller Art eingesetzt werden. Eine erste entsprechende Anlage ist in Kärnten Österreich bereits in Betrieb. Allein in der Schweiz fallen jährlich rund 800'000 Tonnen Altplastik an, wovon bis heute aber nur etwa 10% rezykliert werden.
Adliswil, 1. Juli 2024/
Toni Semadeni, Chair BMC
________________________________________________________________________________________________________
Aufnahme von Christian Zwahlen als neues Club Mitglied und
Wine & Dine im Rössli mit Weinen vom Grendelmeier Weingut in Zizers, Dienstag 14.05.2024
Der Abend verspricht interessant, kurzweilig und genussvoll zu werden. Einerseits wegen der Aufnahme eines neuen Mitgliedes in unseren Kiwanis Club Sihltal-Zürich und andererseits wegen dem feinen Essen und der gehaltvollen Weine. Philipp Grendelmeier, der Bündner Winzer und Lebensmitteltechnologe aus Zizers, hat den Weg ins Rössli Adliswil gefunden um uns an diesem Abend mit seinem Fachwissen zu begleiten und, natürlich, einige seiner 12 Sorten Weine vorzustellen.
Schon vor 18.15 Uhr treffen die ersten Mitglieder in der Rössli Bar ein um sich vom «Perla Rosa», dem rosa Schaumwein (brut) verzaubern zu lassen. Dank dem baldigen Saftabzug der roten Pinot Noir Trauben bleibt ein rosaroter Saft für die kühle Gärung sowie der anschliessend zweiten Gärung in der Flasche (traditionelle Methode). Es entsteht ein erfrischender feinperliger Schaumwein, der den Gaumen mit der Note Erdbeere und Johannisbeere beglückt. Dazu hat die Küche verschiedenste feinknusprige Canapés kreiert.
Für das Menu geht es weiter zum kleinen Saal, wo uns eine geschmacklich ausgewogene Sellerie-Birnen-Suppe serviert wird. Als markanten passenden Kontrast schwimmen darin dünne Salsiz-Chips. Die Weinbegleitung nennt sich, der Herkunft entsprechend in romanischer Sprache, «Dus Alvs» (Zwei Weisse). Sie entsteht aus den zwei Sorten Sauvignon Blanc und Pinot Gris. Der Ausbau erfolgt durch eine nur kurze Maischenstandzeit, die kühle gemeinsame Gärung (Cuvée) und die Lagerung im Chromstahltank. Daraus ergibt sich ein zart zitronengelber trockener Weisswein, im Gaumen frisch mit anhaltendem Abgang: Passionsfrucht, Pfirsich und Litschi.
Es folgt die kalte Vorspeise, ein fein gewürztes Randencarpaccio, veredelt mit geraffeltem Meerrettich und Zitronenzest. Sie wird begleitet von «Il Rubin» (Der Rubinrote), einem starken Pinot Noir, der der pfiffig gewürzten Rande sowohl geschmacklich, als auch farblich standhält. Il Rubin wird, zusammen mit einem Drittel Neuholz, 12 Monate im französischen Barrique gereift. Il Rubin ist ein rubinroter, harmonischer Wein, dessen Abgang ein Bouquet von reifen Kirschen, Vanille und feinen Röstaromen hinterlässt.
In Ihrer Eigenschaft als ‘Chair Club Development Committee’ benützt Silvia Helbling die Gelegenheit der Pause vor dem Hauptgang um den Kandidaten, Christian Zwahlen, offiziell in den Kiwanis Club Sihltal-Zürich aufzunehmen. Nach kurzen Einführungsworten, Christian Zwahlen war schon einige Male bei Lunchs und Dinners dabei, überreicht ihm Silvia die Insignien: Ein Diplom, einen Club-Wimpel und einen Kiwanis-Pin. Der darauffolgende Willkommens-Applaus bestätigt seine definitive Aufnahme.
Als Krönung hat sich die Küche einen «Pulpo» (spanisch für Kraken) einfallen lassen und diesen punktgenau gebraten. Für die Präsentation auf den Tellern wurde das Fleisch auf einem grünen Erbsen-Kartoffelpüree angerichtet und von gebackenen Petersilienschaum-Rosetten flankiert. Für Vegetarier wird feiner Spargel mit ebensolcher Sauce Hollandaise serviert. Als starke Begleitung dazu, zeigt sich der «Trais Cotschens» (Drei Rote). Wie der Name sagt, wird er aus drei verschiedenen Rebsorten gekeltert: Merlot, Cabernet Dorsa und Zweigelt. Wie ’Il Rubin’ wird er 12 Monate im französischen Barrique mit einem Drittel Neuholz gereift. Er entwickelt sich dabei zu einer tiefroten, gehaltvollen Cuvée und verzückt Gaumen und Nase mit Brombeere, schwarzer Kirsche und Vanille.
Kaffee und Espressi werden, wie könnte es anders sein, mit Tresterbrand (Grappa) und der Graubündner Likörspezialität «Röteli» serviert.
Toni Semadeni
Kiwanis Club Sihltal-Zürich
Chair BMC
14.05.2024
________________________________________________________________________________________________________
Innovation und Krisen
Referat von Prof. Alexander F. Wagner, Dienstag 23.04.2024
Als Professor am Institut für Finance der Universität Zürich (UZH) und als Senior Chair des Swiss Finance Institute (SFI) hat Prof. Wagner Tausende von wissbegierigen Studenten und Hunderte von motivierten Führungskräften in Corporate Finance (Unternehmensfinanzierung) unterrichtet und die Governance-Systeme (rechtliche und faktische Ordnungsrahmen) von grossen und kleinen Unternehmen mitgestaltet. Seine Forschungsschwerpunkte sind Corporate Finance, nachhaltige Finanzierungen und Verhaltensökonomie. Er promovierte in politischer Ökonomie an der Harvard University und absolvierte in seiner Heimatstadt Linz, Österreich, Studien der Wirtschafts- und Rechtswissenschaften.
Die Vorstellung des Referenten hat Silvia Helbling, Kiwanis Mitglied, Chair CDC und Organisatorin des Anlasses vorgenommen.
Die heutige Zeit ist von vielen Unsicherheiten geprägt und es macht den Anschein, dass wir von einer Krisensituation in die nächste rutschen. Welche Unternehmen sind krisenresilienter als andere? Ist der Preis für grössere Krisenresilienz eine verminderte Innovationskraft? Professor Alexander Wagner zeigt der erwartungsvollen Zuhörerschaft auf, welche Antworten die empirische und experimentelle Forschung auf diese Fragen liefert und welche Implikationen sich daraus für Manager und Unternehmen ergeben.
Warum Innovation wichtig ist
Organisationen tendieren zum Erstarren, d.h., je älter Unternehmen werden, desto weniger Wachstumsoptionen haben sie aus der Sicht des Marktes. Die Welt, die Menschen und die Bedürfnisse ändern sich unablässig. Zwangsläufig verlangt der Markt angepasste und sich verändernde neue Ideen und Produkte. Die Unternehmen werden gezwungen, auf die sich verändernden Bedürfnisse einzugehen um im Markt zu reüssieren. Dieser Umstand wirkt sich sowohl auf das Management/die Führung sowie auch auf die Angestellten eines Unternehmens aus.
Was ist die nächste grosse Krise?
Die Meinungsbildung über entsprechende Risiken ist breit gefächert: Extremes Wetter, Krieg mit einer Nuklearmacht, hohe Inflation, Blackout, Verschuldung, Erosion des sozialen Zusammenhangs, neue Pandemie, Aggressive künstliche Intelligenz, mentale Gesundheit, Migration, Cyberkriminalität/Hack. Die mit dieser Auswahl von Möglichkeiten durchgeführte, nicht repräsentative Befragung der beim Vortrag anwesenden Gäste brachte interessante Ergebnisse (siehe Foto).
Von den 17 Teilnehmern sagten je 4, dass Migration oder Cyberkriminalität die grösste zukünftige Krise bringen würden. 3 sagten, dass es extremes Wetter sei, und die anderen Stimmen verteilten sich auf andere Krisen. Das zentrale Ergebnis ist, dass es kaum Einigkeit unter den Anwesenden gab, dass es also sehr schwierig ist zu wissen, wo die nächste Krise lauert.
Pandemie als «Neglected risk» (vernachlässigtes Risiko)
Professor Wagner präsentierte auch Ergebnisse von Umfragen des World Economic Forum (WEF), die aufzeigen, wie sich die Wahrnehmung der Gefährdungen im Verlauf der Jahre 2007 bis 2020 verändert haben:
Globale Risiken in Wahrscheinlichkeitsraten. Als grösste Gefährdung sahen die Teilnehmer der 2020er-Umfrage extremes Wetter, gefolgt vom Versagen beim Klimaschutz. Hingegen tauchte die bald nach Ende der Umfrage beginnende Pandemie nur auf den hinteren Rängen auf.
Global risks ranked by severity Over the short and long term
Globale Risiken, geordnet nach Schweregrad auf kurze und lange Sicht
Ähnlich wurde auch in der 2022er Umfrage eine Krise kaum als nennenswert angesehen, da dann aber doch ausbrach: Kaum jemand nannte Krieg als wahrscheinliche Krise und dennoch begann kurz nach der Publikation dieser Umfrage der Russland-Ukraine Krieg.
Diese Ergebnisse zeigen einerseits, dass sich Unternehmen bewusst sein sollten über die sich laufend ändernden Risikowahrnehmungen und, wo nötig, ihre Strategien diesbezüglich anpassen müssen. Andererseits zeigt sich, dass man sich kaum auf alle möglichen Krisen vorbereiten kann und dass immer auch Krisen vernachlässigt werden (müssen). Aus diesen Beobachtungen leitet sich ab, dass Unternehmen also sicherstellen müssen, möglichst auch gegen unerwartete Krisen resilient zu sein. Damit beschäftigte sich der Hauptteil des Vortrags.
Teil 1:
Sind Unternehmen, die mehr auf Innovation setzen, resilienter gegen externe Krisen (z.B. Covid-19)?
Widersprüche zwischen Krisenresilienz und Innovation
Einerseits: Mehr Bargeldhaltung bedeutet oftmals weniger Ressourcen für Investitionen in Neues, da der Mensch mit der Zeit erfahrungsgemäss träge wird.
Andererseits: Studien zeigen, dass Unternehmen mit grösseren Cash-Polstern robuster waren in der Globalen Finanzkrise und in Covid-19. «Cash ist King» - versteht sich als eine Art Versicherungsprämie und verhilft den Unternehmen zu mehr Resilienz. Verfügbares Kapital sendet ein positives Signal an den Finanzmarkt. Jedoch leidet in guten Zeiten die Rendite der Aktionäre, da Cash keinen oder nur sehr geringen Ertrag abwirft.
Kulturelle Werte und starkes Teamwork fördern die Innovationskraft
Wissenschaftliche Studien zeigen, dass Unternehmen mit einer starken Teamkultur während Covid-19 wesentlich resilienter waren. Dies gilt genauso für Betriebe mit CEO’s, welche menschliche Aspekte in ihrer Führung stärker gewichten. In guten Arbeitsgemeinschaften unterstützen sich Mitarbeiter auf allen Ebenen gegenseitig zum Wohl des Unternehmens.
Teil 2:
Kämpfen innovativere Unternehmen eher mit ethischen Problemen?
Widersprüche zwischen Innovation und Integrität
Manche Evidenz zeigt: Unternehmen, die eine höhere Toleranz für ethische (sittliche) Abweichungen zeigen, haben (wenig überraschend) mehr ethische Probleme. Aber es gibt auch Evidenz, die darauf hindeutet, dass solche Unternehmen innovativer sind. Es scheint also einen gewissen Widerspruch zwischen Innovation und Integrität zu geben. Zum Glück gibt es aber auch Wege, wie Unternehmen sowohl Innovation als auch Integrität erreichen können, wie im letzten Teil des Vortrags gezeigt wurde.
Gemeinsamkeiten zwischen Innovation und Integrität
Mit einem auf die Leinwand projizierten QR-Code forderte Professor Wagner zunächst seine Zuhörer auf, an die eigene Unternehmung, bzw. Organisation zu denken, und subjektiv und anonym (via Online-Teilnahme) «live» ihre Stimme zu den nachfolgenden Fragen abzugeben. Das jeweilige Resultat erschien in der Folge mit Zahlen und Farben gemäss der folgenden Legende direkt auf der Leinwand.
Legende:
Stimme überhaupt nicht zu / Stimme nicht zu / Neutral / Stimme zu / Stimme völlig zu
1. Wenn ich in meinem Team einen Fehler mache, wird das oft gegen mich verwendet.
____5___ / ___10____ / ____3____ / ____6___ / ____2___
2. Mitglieder meines Teams sind in der Lage, Probleme und schwierige Themen anzusprechen.
____1___ / ____3____ / ____3____ / ___10___ / ____3___
3. Personen in meinem Team lehnen manchmal andere dafür ab, dass sie andere Meinungen haben.
____1___ / ____2____ / ___10____ / ____6___ / ____1___
4. Es ist sicher, ein Risiko in meinem Team einzugehen (z.B. eine ungewöhnliche Idee vorzustellen).
____1___ / ____6____ / ____3____ / ____7___ / ____3___
5. Es ist schwierig, andere Teammitglieder um Hilfe zu fragen.
____7___ / ____7____ / ____2____ / ____4___ / ____0___
6. Bevor ich ein Problem anspreche, neige ich dazu, darüber nachzudenken, was die Folgen für mich sind.
____2___ / ____5____ / ____4____ / ____8___ / ____1___
Diese Fragen geben eine Indikation der wahrgenommenen «psychologischen Sicherheit» in der jeweiligen Organisation. Psychologische Sicherheit bezieht sich auf das individuelle oder kollektive Gefühl, dass es sicher ist, sich in einer Gruppe oder Organisation zu äussern, Risiken einzugehen und neue Ideen vorzubringen ohne Angst vor negativen Konsequenzen für das Selbstwertgefühl, das Bild oder die Position innerhalb der Gruppe zu haben. Die detaillierte Interpretation der Resultate ist jedem Teilnehmer selbst überlassen. Sie hängt unter anderem von den eigenen Präferenzen und vom arbeits- und dem privaten Umfeld ab. Gesamthaft zeigt sich aber, dass die Gruppe insgesamt auf ihre jeweiligen Umfelder bezogen eine grundsätzlich positive, in Teilbereichen aber auch durchaus erweiterbare psychologische Sicherheit erlebt. Diese Verbesserungsmöglichkeiten sind relevant, da, wie von Professor Wagner abschliessend ausgeführt, Unternehmen die höhere psychologische Sicherheit zeigen, einerseits innovativer sind, dass in diesen Unternehmen aber auch ethische Probleme direkter angesprochen werden (Speak-up-culture).
Es folgten diverse, höchst unterschiedliche Fragen zu diesem umfassenden Themenkreis und die verdiente Würdigung des Referenten. Mit einem abschliessenden Statement von Herrn Professor Wagner endete der Vortragsteil des Abends:
«Grundlagenforschung ist meine Passion»
Abschliessend wurde das feine Dinner aufgetragen.
23.04.2024/Toni Semadeni
________________________________________________________________________________________________________
Simon Pfenninger stellt sein Start-up «quick-e» vor, gemeinsam mit seinem Praktikanten Luca Bencivinni, Dienstag 16.04.2024
Schon beim Aperitif und während dem Essen entwickelte sich die Diskussion in Richtung Verbrenner versus Elektro-Autos. Der (heute) reine Männerabend steigerte sich zu einer freundlich-leidenschaftlichen, sehr interessanten Diskussion, die letztlich aber nur geringfügige Annäherungen zu der jeweils anderen Position brachte.
Luca Bencivinni, er ist leicht eingeschränkt doch vif, arbeitet als Praktikant bei Quick-e und stellt sich selber kurz vor. Im Büro erledigt er leichtere Arbeiten wie Telefondienst, Botengänge, Ablage und ähnliches. Er fühlt sich rundum sehr wohl, da seine Arbeit abwechslungsreich ist und geschätzt wird.
Aus der Erkenntnis, dass das Interesse am bestehenden Limousinen-Service stagnierte bis rückläufig war, wurde die neue Geschäftsidee geboren. Immer mehr Personen leben in Ballungszentren und Agglomerationen, die gut mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen sind. Eigene Fahrzeuge rücken daher immer mehr in den Hintergrund, Mieten oder ‘Fullleasing’ dagegen immer stärker in den Fokus. Auch gibt es bis heute keine Anbieter in der Schweiz, die sich auf die Vermietung von Taxi- und Limousinen-Fahrzeuge spezialisiert haben. Zudem konnte der Kunde sein Wunschfahrzeug nicht über kurze und lange Zeit mieten – er war gezwungen, den Anbieter zu wechseln.
Auf diesen Fakten und Überlegungen aufbauend, entwickelte Simon Pfenninger die weiteren Schritte. Der Name Quick-e ist Programm – weil’s schnell geht, weil kein ‘Papierkram’ anfällt und das Geschäft ausschliesslich um umweltschonende Elektroautos geht. Quick-e bietet über die eigene Website ein breites Sortiment an Elektrofahrzeugen an und schafft so ein ideales Kundenerlebnis für Taxi- und Limousinenfahrer. Auch Geschäfts- und Privatpersonen gehören zur quick-e Kundschaft.
Mieten ab einem Tag bis zu unbegrenztem Zeitraum sind Programm. Auf Wunsch kann das Auto nach Abschluss der Miete gekauft werden. Beratung gibt es nicht nur für die Autos, sondern auch zu mobilen und festen Wallboxen. Man versteht sich als Fahrzeugvermieter, aber auch als Dienstleister der Elektromobilität.
Dank seinen jahrelang erworbenen Kenntnissen, Erfahrungen und Verbindungen mit dem eigenem Limousinenservice und der Zusammenarbeit mit dem Taxi- und Limousinengeschäft ist Quick-e über Erwarten gut gestartet. Nach bereits einem Jahr hat man den «Break-even-Punkt», also die Gewinnschwelle erreicht. Und dies ohne kostspielige Werbung. Nächste Meilensteine sind der Ausbau der Fahrzeugflotte, der Aufbau von Partnerschaften, die Ausweitung des Bekanntheitsgrades, die Eröffnung weiterer Standorte in der Schweiz um nur die wichtigsten zu nennen.
Also dann – viel Glück und allzeit gute Fahrt!
Toni Semadeni
16.04.2024
________________________________________________________________________________________________________
Kiwanis Lunch & Referat, Dienstag, 02.04.2024, von Farid Zeroual, Stadtpräsident Adliswil
Insgesamt 13 Mitglieder und 3 Gäste folgten äusserst aufmerksam dem Referenten durch dessen umfassenden und kurzweiligen Überblick auf die Stadt Adliswil. Beginnend bei der Demografie erfuhren sie, dass derzeit 19'660 Menschen in Adliswil leben und die Bevölkerung in den letzten 15 Jahren um 23,5% gewachsen ist. Der Wirtschaftsstandort beschäftigt in 1’013 Betrieben 7'464 Menschen und insgesamt 90 Vereine sind in unserer Stadt aktiv! Die perfekte Verkehrs - Anbindung zeigt sich während der Hauptverkehrszeiten im 10 Minuten Takt der SZU nach Zürich HB (Reisezeit 16 Minuten), durch 7 Buslinien in die ganze Region und die direkte Autobahn-Zufahrt.
Adliswil entwickelte sich beidseitig entlang der Sihl und teilt sich hauptsächlich in fünf Zentren mit den folgenden Schwerpunkten: Das Stadtzentrum mit Gastronomie, Detailhandel und Kultur, Sood als Gewerbe-, Arbeitsplatz- und Industriegebiet, Dietlimoos mit Wohnen, Dienstleistungen und Bildung, Im Tal mit Alterswohnen, Familiensiedlungen und Sport sowie Sihlau mit Gewerbemix, Bildung und Wohnen.
Ein Blick in die Geschichte zeigt Adliswil bis ins 18. Jahrhundert als Bauerndorf. In der Zeit von 1800 bis 1945 entwickelte es sich zum Industriestädtchen. Voraussetzung dazu waren 1839 der Ausbau der Albisstrasse und 1892 der Sihltalbahn nach Zürich. Ebenso wurde die Wasserkraft der Sihl industriell genutzt. Zwei Spinnereien im Sood sowie die mechanische Seidenstoffweberei MSA in der Sihlau entstanden, wobei die MSA zu einem der grössten Betriebe der Schweiz aufsteigt. Nach dem zweiten Weltkrieg, ab ca. 1960, entwickelt sich der Ort zur Wohngemeinde und knackt 1962 die 10'000 Einwohner-Grenze. 1974 wird Adliswil zur Parlaments-Stadt, feiert heuer, 2024, also das 50-Jahr-Jubiläum dieser Form der demokratischen Mitbestimmung.
Der Wirtschafts- und Bildungsstandort Adliswil entwickelt sich stetig positiv weiter - auch auf Kosten der Stadt Zürich. Gemäss einem Artikel im Tagesanzeiger vom 15. Januar 2024 ist Adliswil mit 2627 Abwanderern aus Zürich in den Jahren 2019 – 2023 auf dem 5. Platz der entsprechenden Statistik. Der Referent erklärt sich die vielen Zuzüge mit der Attraktivität für Familien: Gute öffentliche Schulen (auch neu gebaute), eine Rudolf-Steiner-Schule und die Zurich International School. Zudem ist man schnell in der Natur, die öffentlichen Verkehrsmittel wurden ausgebaut, die S-Bahn-Linie dichter getaktet und die Buslinie an den Bahnhof Wollishofen verlängert. Aus denselben Gründen haben Grossunternehmen wie Generali, Migrol und Metafuels sowie Startups und zahlreiche, auch kreative Gewerbebetriebe, den Weg nach Adliswil gefunden.
Apropos Natur – die Sihl fliesst mitten durch den Ort, begleitet durch einen ununterbrochenen Spazierweg, der von Sihlbrugg bis in die Stadt Zürich führt! In Fussdistanz befinden sich der Sihlwald und der Tierpark Langenberg. Eine zusätzliche Attraktion ist die einzige Luftseilbahn im Kanton Zürich, Adliswil-Felsenegg, die den ganzen Albiskamm erschliesst. Umrahmt von der Natur – 50% Adliswil ist Wald und Landwirtschaft.
Last but not least bietet Adliswil auch hinsichtlich Sport und Kultur ein reiches Angebot. Das grosse, neu renovierte Hallenbad bietet Schulen, Familien, Clubs, Vereinen und anderen Gruppierungen mit seinen verschiedenen Becken ein tolles Angebot. Im gleichen Gebäude ist zudem ein bekannter Fitnessclub beheimatet. Im Weiteren gehört im Sommer die weitläufige Parkanlage mit dem Freiluft Schwimmbad dazu. Die Sportanlage Tüfi stellt mit der 3-fach Turnhalle, der 400 m Rundbahn und diversen Sportplätzen im Sommer und Winter unzähligen Sportarten und Freizeitvergnügen die nötige Infrastruktur zur Verfügung. Die «Kulturschachtle» wiederum, eine ehemalige Turnhalle, eignet sich schon seit vielen Jahren für verschiedenste Anlässe wie Theater, Versammlungen oder Konzerte. Die Regionalbibliothek offeriert Events, Lesungen und Medien …
Was wäre eine umfassende Präsentation zu Adliswil ohne «Grosse Bauprojekte» und Investitionen und Steuern. Denn um die Attraktivität der Stadt Adliswil zu erhalten, mussten in den vergangenen Jahren zahlreiche Gebäude aus den 60 Jahren saniert und erweitert werden. Dazu kamen neue Investitionen in einen Bushof im Zentrum sowie Schulhäuser in verschiedenen Quartieren. Über die vergangenen 10 Jahre hat die Stadt Adliswil rund 200 Millionen Franken investiert. Dies bei einem stabilen Steuerfuss und einer moderaten Zunahme der Verschuldung.
Desgleichen gehört dazu ein Ausblick für die nächsten Jahre. Zahlreiche Herausforderungen stellen sich Adliswil, der Region Zimmerberg und dem gesamten Kanton Zürich. Dabei sind die wichtigsten Treiber für Veränderungen die demografische Entwicklung, die damit einhergehende Verdichtung und Anforderungen an die Mobilität. Adliswil ist gut gerüstet und ein aktiver Partner für die Zusammenarbeit in der Region – entsprechende Bilder der Folien zum Referat geben dazu kurze Hinweise.
Toni Semadeni
Adliswil, 02.04.2024
________________________________________________________________________________________________________
Präsentation des Vereins «Incontro», Dienstag, 23.01.2024
durch Schwester Ariane und Pfr. Karl Wolf
Die Übersetzung des Wortes Incontro aus dem Italienischen bedeutet: Begegnung. Gegründet wurde der Verein 2001 von der diplomierten und engagierten Theologin Schwester Ariane Stocklin. Karl Wolf ist Domherr in Chur, Pfarradministrator in Küsnacht und Vorstands- sowie tragendes Teammitglied von Incontro. Der Verein ist ein überpfarreiliches Projekt. Er setzt sich für Menschen in Not ein. Im weitesten Sinn geht es um die Ermöglichung und Förderung von Begegnungen. Durch die freiwillige Mitarbeit bei «Incontro» von Thomas Baumann, unserem Kiwanis Club Sekretär, sind wir auf diesen wohltätigen Verein aufmerksam und zu Spendern geworden.
Notleidende, arme Familien mit Kindern und randständige, obdachlose Menschen aus der Gosse stehen im Fokus von Incontro. Sie alle können auf offene Arme und Ohren zählen. Die Gassenarbeit auf Augenhöhe, die Gespräche, die persönliche Aufmerksamkeit und Anteilnahme helfen die Schwierigkeiten zu überwinden und soziales Verhalten einzuüben, um in ein von Sinn erfülltes Leben hineinzuwachsen und echte Freundschaften aufzubauen. Die Hilfe mit Lebensmitteln, Kleidern, Spielzeugen für Kinder sowie teilweise auch Schlafmöglichkeiten bringen den Bedürftigen Ruhe und Sicherheit.
Begonnen hat diese umfassende Hilfe auf der Gasse an den Rändern der Gesellschaft mit dem Wunsch an Pfarreien während der Pandemie, Taschen mit haltbaren Lebensmitteln in den Kirchen bereit zu stellen. Damals wurden bis zu 1600 Taschen pro Woche verteilt. Heute werden täglich warme Mahlzeiten, Lebensmittel und Hygieneartikel verteilt. Die Lebensmittel werden gespendet und die Mahlzeiten von verschiedenen Restaurants zum Selbstkostenpreis gekocht. «Mensa unter freiem Himmel» findet täglich - an 365 Tagen im Jahr - bei jedem Wetter und bei jedem Fest statt. Die Logistik und weitere Hilfen wie Job- und Wohnungssuche, Sprachkurse oder kleinere Wundpflege übernehmen an die 1'000 freiwillige Helfer.
Der grosse Erfolg von Incontro basiert auf der Nähe zu, und der Wahrnehmung der Bedürfnisse der Bedürftigen. Die Umstände durch welche sie in ihre Situation geraten sind, spielen absolut keine Rolle. Egal ob Geschäftsleute, die durch Pech alles verloren haben, Süchtige, Migranten, Obdachlose, vorzeitig aus dem Spital entlassene ohne eigene Wohnung, Flüchtlinge, Alleinerziehende, verlassene Mütter u.v.m., allen wird nach Möglichkeit geholfen. Die gegenseitige Solidarität unter den Bedürftigen ist, gemäss den beiden Referenten, ausserordentlich gross.
Toni Semadeni
Chair BMC KC Sihltal-Zürich
PS. Die Internetseite https://incontro-verein.ch gibt umfassend Auskunft über die Tätigkeit von «Incontro».
Bei der Präsentation vor dem Kiwanis Club Sihltal-Zürich wurden Filmaufnahmen durch eine Filmequipe gemacht. Am 28.03.2024, 20.05 Uhr, wird ein Beitrag zum Verein Incontro vom Schweizer Fernsehen ausgestrahlt.
________________________________________________________________________________________________________
«Kiwanis Winterzauber» - Eisstockschiessen und Fondueplausch in der Tüfi, 09.01.2024
Ein Dutzend Unentwegte habe sich am 09.01.2024 aufgemacht, auf der temporären Eisbahn in der Tüfi, Adliswil, einen gemütlichen Abend zu verbringen. Die erste Stunde gehörte dem Sport: Dem Eisstockschiessen. Die anwesende Fachfrau liess es sich nicht nehmen die nicht allzu schwierigen Spielregeln zu erklären. Der Kälte wegen bewegungshemmend eingepackt, mit viel guter Laune und eher weniger Können, entwickelte sich das Spiel zu einem «harten aber fairen Kampf» zwischen dem Frauen- und dem Männerteam. Die Ergebnisse änderten sich von Runde zu Runde, doch letztlich siegte das Team Männer.
Im gemütlichen Holzhäuschen wurden anschliessend als Vorspeisen Salat oder Suppe, als Hauptspeisen Fondue oder Raclette serviert und intensive Gespräche geführt.
Insgesamt ein gemütlicher, anregender und verbindender Winterabend. Herzlichen Dank den Organisatoren.