Lunch & Referat mit Christian Schwaninger, BROKIDS Förderangebot vom 28.11.2023
Insgesamt 16 Mitglieder, 2 Gäste und der Referent trafen sich in unserem Clublokal Rössli in Adliswil, zum Lunch und dem Vortrag «BROKIDS, fit for work, fit for live, fit for the future». BROKIDS ist ein auf Kinderartikel spezialisiertes Brockenhaus, das von Kindern und Senioren betreut wird. Um uns dieses umfassende Förderangebot und seine Auswirkungen näher zu bringen, verteilt der Referent Werkzeuge, an denen jeweils eine Erklärung hängt und bittet, diese der Reihe nach vorzulesen.
Das Förderangebot bereitet Kinder und Jugendliche im Alter von 11 – 14 Jahren durch Einblicke in die Berufswelt und «Arbeitserfahrungen» auf die Zeit der Berufswahl vor.
In drei Reparaturwerkstätten leiten die Werkstatt-TrainerInnen die Teilnehmenden an, gebrauchte und defekte Kinderartikel fachgerecht zu reinigen, zu reparieren und für den Verkauf vorzubereiten.
Die Teilnehmenden, die das Förderangebot in ihrer Freizeit (3 Std/Woche) besuchen, erhalten nach Minimum 12 bis Maximum 48 Trainingseinheiten ein BROKIDS Zertifikat.
Die Finanzierung: Ca. 85% durch Förderstiftungen, Firmen, Kirchen, Privatpersonen und der Stadt Zürich. Ca. 15% durch Wiederverkauf der aufgefrischten Artikel.
BROKIDS verkauft in seinen Shops in Seebach und Regensdorf restaurierte Second-Hand-Kinderartikel zu familienfreundlichen Preisen.
BROKIDS ist ein Ort, wo Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund (ca. 80%) ihre Deutschkenntnisse mit einem konkreten Praxisbezug stärken und ausbauen können.
BROKIDS will mit seinen Werkstätten das Thema Kreislaufwirtschaft näherbringen.
BROKIDS sieht im dualen Bildungssystem der Schweiz einen Haupt-Erfolgsfaktor für die niedrige Arbeitslosenquote in der Schweiz.
BROKIDS ist ein sinnstiftender Beschäftigungsort, wo sich erwachsene Personen (55+) aus diversen sozialen Hintergründen einen halben Tag pro Woche einbringen können.
Der Referent, Christian Schwaninger, weist schliesslich auf weitere wichtige Aspekte hin. Vielen Jugendlichen fehlt es an Durchhaltevermögen oder an Eltern, welche dieses fördern. Deshalb sind insbesondere 13 -15-jährige oft «hobbylos», d.h. sie betreiben keinen Sport und keine sinnvollen Freizeitbeschäftigungen (mehr). Auch starten sie ihre Schnupper-Lehren oft ohne Arbeitserfahrungen im «Rucksack», deshalb schaffen rund 25% keinen direkten Einstieg ins Berufsleben, ebenso fehlt es etlichen Jugendlichen an den erforderlichen Alltagskompetenzen. Hier will der Verein BROKIDS mit seinem Förderangebot deshalb bewusst vor der Berufswahlzeit gefährdete Kinder und Jugendliche in präventiver Art unterstützen.
BROKIDS möchte zudem auch mit seinen diversen BROKIDS-Angeboten eine «Kultur der Reparatur», also Nachhaltigkeit, fördern.
Toni Semadeni
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Kiwanis Lunch & Referat mit Willi Wottreng vom 5. September 2023
Radgenossenschaft der Landstrasse
Willi Wottreng ist Buchautor und Geschäftsführer der Radgenossenschaft der Landstrasse. Diese wiederum ist die Dachorganisation der Jenischen und Sinti (im Volksmund unschön und gegen ihren Willen «Zigeuner» genannt) in der Schweiz. Diese ethnischen Gruppen sind seit 2016 als nationale Minderheiten anerkannt, und die Radgenossenschaft wird vom Bund gefördert. Auch unterstützt sie die Interessen der Roma und der Jenischen europaweit. In der Schweiz leben schätzungsweise 30’000 Jenische.
Sie werden auch als «Fahrende» bezeichnet, denn ursprünglich zogen sie als Händler durch die Lande, verkauften Seile, Werkzeuge und vieles mehr, auch in abgelegenen Gebieten. Andere reisten als Handwerker, beispielsweise Kesselflicker, Messerschleifer, Korber oder Schirmflicker. Sie brachten dabei auch Neuigkeiten und Geschichten zu den Leuten. Heute ist nur noch ein kleiner Teil fahrend. Grösstenteils sind sie sesshaft und gehen bürgerlichen Berufen nach. Dadurch gehen leider die eigene Sprache und Kultur je länger desto mehr verloren. Sinti und Jenische sind seit jeher auch untereinander verheiratet. Mindestens eine Wesensart ist aber bis heute geblieben: Das Verkaufen und Händeln, sei es mit Gold, Antiquitäten oder was auch immer. Ebenso die Kunst sich durchzuschlagen und zu behaupten.
Vor 50 Jahren kam einer der grössten Skandale der Schweizer Sozialgeschichte ans Licht: Das vermeintliche «Hilfswerk» «Für Kinder der Landstrasse» nahm mit staatlicher Unterstützung hunderten von Familien ihre Kinder weg: Weil sie Jenische waren (Zitat Willi Wottreng).
Für Interessierte zwei Bücher zum Thema:
Jenische, Sinti, Roma. Zu wenig bekannte Minderheiten in der Schweiz, Münster-Verlag.
Mariella Mehr, «Daskind», Limmatverlag.
Toni Semadeni
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Kiwanis Ferienlunch vom 25. Juli 2023
Ein stimmungsvoller Lunch im Sommerbistro Tribhus
An der Schönenbergstrasse 5 in Wädenswil steht ein ehemaliges kleines Gewächshaus, das erst vor kurzem als «Raschles Tribhus» mit angefügter Gartenwirtschaft wiedereröffnet wurde. Das war heute der «Schauplatz» des stimmungsvollen Ferienlunches des Kiwanis Club Sihltal Zürich. Schon der Zugang, sowohl durch das Tribhus, als auch durch den Garten, kitzelten an der Seele. Rundum verzaubern duftende Blumen, Sträucher und Bäume in allen Formen, Farben und Grössen, (auf deren Namen verzichtet der Schreibende mangels Kenntnis), an dieser Stelle. Pfiffig präsentiert sich der Gemeinschaftstisch in dessen Mitte sich ein Pflanzenband über die ganze Länge hinzieht. Man spürt, hier hat sich jemand eine Herzensangelegenheit erfüllt.
Ein erfrischender Apéro, reich belegt mit fein geschnittenen Tomaten, haben den Lunch und die angeregten Diskussionen eröffnet. Die Teller, heute mit einem Pie und sehr leckerem Salat mit Früchten belegt, sind nicht rund, nein, sie haben die Form einer Schaufel. Die Weine, das Dessert Pannacotta mit Beeren und einem «Hauch von Rosmarin» (Originalton Markus Raschle), überzeugten ebenso.
Ja, wirklich, die Nichtanwesenden haben etwas verpasst, zumal die Stimmung zeitweise als «leicht übermütig» bezeichnet werden darf. Unser aller herzlicher Dank geht an Euch Markus und Corinna und an das gesamte Tribhus Team.
Toni Semadeni
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Kiwanis-Lunch 11.07.2023
Lunch und Gespräch mit Simone Wild, Ski-Weltcup-Rennfahrerin
Markus Gross, er ist mit seiner Autogarage einer der Sponsoren der Skirennfahrerin, eröffnet das Gespräch mit Simone Wild.
Aller Anfang ist schwer. Dank der Ferienwohnung in Flumserberg ist Skifahren schon seit frühester Jugend der Hauptsport von Frau Wild. Sie hat anfänglich nicht nur den Athletenweg gewählt, sondern eine kaufmännische Lehre gemacht und wurde dabei von Ihrer Lehrfirma unterstützt. Der Anfang war hart, das trainieren während der Ausbildung schwierig und die Finanzen meistens knapp. Hinzu kamen die ersten Rennen auf regionaler und nationaler Basis. Als 15-jährige fuhr sie bereits FIS-Rennen. Heute ist es der Weltcup. In dieser obersten Klasse wird sie auch solange fahren, wie sie sich unter den ersten 30 Fahrerinnen halten kann. Sie fährt hauptsächlich Riesenslalom.
Fitness. Um sich fit zu halten und auf die Wettkämpfe vorzubereiten, trainiert Simone Wild 2 Einheiten pro Tag während fünf bis sechs Tagen, einen Tag hält sie sich frei. Das Sommertraining beginnt auf den Gletschern in Saas Fee und Zermatt, im Herbst wird in Südamerika trainiert. Während der Ferien ist auch mal «Nichtstun» angesagt, als Hobbies nennt sie Bücher lesen und Kuchen backen.
Moralische Unterstützung. Bereits 2017 wurde ein Fanclub gegründet, dem heute rund 70 Mitglieder angehören. Simone war diesem Club gegenüber anfänglich eher etwas skeptisch eingestellt, doch heute schätzt sie es sehr, wenn sie solcherart unterstützt und im Zielraum beklatscht wird.
Finanzen. Auf die Frage der Finanzierung zeigt sie die vier wichtigsten Pfeiler auf. Erstens wohnt Simone immer noch zuhause. An zweiter Stelle folgen wieder die Eltern. Drittens Sponsoren und das Spitzensportmilitär und schliesslich, viertens, der Skiverband. Dieser übernimmt die Hotelrechnungen und die Mahlzeiten im Ausland. Fazit: Reich wird man nur auf allerhöchster Ebene.
Triebfeder. Was also ist der Grund, dass man Tag für Tag, Monat für Monat und Jahr für Jahr so viel Einsatz leistet für ein paar kurze Renneinsätze? Die kurze Antwort lautet: LEIDENSCHAFT!
Mentaltraining. Ja, das kann beim Weiterkommen helfen. Allerdings müssen die Athleten diesen hilfreichen Faktor selber organisieren – und auch bezahlen.
Potenzial. Gemäss Markus Gross gibt es davon noch einiges, das er wie folgt abschliessend formuliert: «Ich bin überzeugt, dass Du es schaffst, Deinen perfekten Riesenslalom-Bogen mit mehr spielerischer Leichtigkeit zu kombinieren und dass Du noch so viele Kurven mit Freude in den Schnee zaubern kannst bis dass Deine persönlichen Ziele erreicht sind».
Toni Semadeni
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Kiwanis Dinner vom Dienstag, 27. Juni 2023
Claudia Lauber, Schulpräsidentin und Gemeinderätin, Langnau am Albis
Claudia Lauber ist seit dem 1. Juli 2022 Schulpräsidentin und Gemeinderätin in Langnau am Albis. Geboren wurde sie in Basel, die Schulen inklusive Gymnasium, absolvierte sie in Arlesheim und Münchenstein. Nach der Matur folgte ein Zwischenjahr mit diversen Jobs, auch beim damaligen Bankverein, und blieb dort hängen, denn da erhielt sie viele Möglichkeiten sich zu weiter zu entwickeln. Die Anlageberatung gefiel ihr besonders, insgesamt 12 Jahre blieb sie dem Bankverein treu. 1989 lernte sie Hans, ihre grosse Liebe kennen, 1995 zogen sie nach Zürich um und heirateten. Sie erlebten die Fusion Bankverein-SBG und zogen via Männedorf nach Langnau am Albis. Im Jahr 2000 kam die erste Tochter, Julia, zur Welt, 2003 folgte Nina. Schon nach der Geburt von Julia zog sich Claudia aus dem Arbeitsleben zurück, sie wollte die Zeit als Mutter in vollen Zügen geniessen – nach dem Motto «Alles zu seiner Zeit».
Ihre «Schulkarriere» begann 2014 mit einer Anfrage zur Mitarbeit im Elternforum Schulhaus Wolfgraben. 2017 folgte, auf Anfrage einer Schulpflegerin, der nächste Schritt in die Schulpflege. Dazu musste Claudia der FDP beitreten. Zu Ihrer grossen Freude gewann sie gegen drei Kandidatinnen aus der SVP, GLP sowie SP und erhielt das Ressort Schülerbelange. Sie hatte mit allem zu tun, was die Schüler und Schülerinnen betraf, welche auf irgendeine Art und Weise Unterstützung benötigten bis hin zur Hochbegabung. Sie entdeckte damit ihre Leidenschaft: Das Zusammenarbeiten mit Schulleitern, Lehrpersonen, Kindern, Eltern, Fachpersonen. Gemeinsam mit ihnen einen guten Weg zu finden, wie der Junge oder das Mädchen seine Schullaufbahn meistern konnte, machte diese Aufgabe so spannend. Fachlich und menschlich hochinteressant empfand sie zudem die Zusammenarbeit mit externen Schulen wie z.B. die HPS oder die Sprachheilschule oder die Schule für Autismus.
2022 standen Wahlen für den Ersatz der Schulpräsidentin an. Obwohl ihr die Arbeit als Schulpflegerin sehr gefiel, befasste sie sich mit dem Gedanken sich wählen zu lassen. Beide Töchter waren flügge, ihr Mann hatte seine Arbeit und die Schulpräsidentin, die Schulleiter, die Schulverwaltung und einige Lehrpersonen unterstützten sie. Jetzt musste sie nur noch als Gemeinderätin und Schulpflegerin gewählt werden! Sie schaffte dies trotz Kampfwahl in allen drei Ämtern.
Am Anfang stand die zentrale Frage: Was sind die Anforderungen an eine Schulpräsidentin und an eine Gemeinderätin? Dazu einige Stichworte: Fachwissen im Bereich Personalführung, Sonderpädagogik, Finanzbuchhaltung einer Gemeinde, Immobilien- und Schulraumentwicklung, politisches Wissen, organisatorische Fähigkeiten und noch vieles mehr.
Die Schule ist mit 140 Mitarbeitern der grösste Arbeitgeber in Langnau am Albis mit einer guten Schulverwaltung und top Mitarbeitern. Trotz Vorkenntnissen war es wichtig und zeitaufwendig die Zusammenhänge zu verstehen, sich für die Schule stark zu machen und im Gemeinderat durchzusetzen.
Claudia Lauber ist aufgefallen, dass in den drei Schuleinheiten alle für sich arbeiten. Es gibt kaum Anlässe, bei denen zusammengearbeitet oder die gemeinsam aufgegleist werden. Ein Hauptlegislaturziel muss deshalb sein: Drei Schuleinheiten, eine Schule! Alle Beteiligten zusammenführen, die Zusammenarbeit intensivieren und Synergien schaffen. Dazu soll ein grosses Langnauer Schulfest über alle 3 Schuleinheiten im September 2023 den Startschuss geben. Die Langnauer Vereine unterstützen sie dabei. Claudia Lauber freut sich sehr auf diesen Anlass – es soll etwas Neues entstehen.
Anfangs Jahr wird die herausfordernde Personalplanung folgen. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist mehr als schwierig, trotzdem gelingt es immer wieder, neue Arbeitskräfte zu finden. Wahrscheinlich liegt das daran, dass die Schule Langnau über einen guten Ruf verfügt, die Gemeinde attraktiv, gut erreichbar und stadtnah ist.
Die Schülerzahlen wachsen und wachsen. Es musste bereits eine zweite Auffangklasse für Kinder geöffnet werden, die ohne Deutschkenntnisse in die Schweiz gekommen sind. Der Turnunterricht kann nur noch aufrechterhalten werden, weil die Schule in Langnau das Hallenbad halbtags besetzen darf. Die 3-fach Turnhalle mit Erweiterungsräumen für die Tagesbetreuung und mit Schulraum kostet die Gemeinde 25 Mio. Fr. Ein Architekt aus Basel hat den Wettbewerb gewonnen und wird den Bau in diesem Prozess begleiten. Wir hoffen, dass sie politisch durchkommt.
Im Anschluss an dieses hochinteressante und aktuelle Referat entspann sich eine breit gefächerte, kaum enden wollende Diskussion.
Toni Semadeni
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Kiwanis Lunch vom Dienstag, 21. Februar 2023
Andy Fellmann und Benjamin Schegg, Vortrag ARA Zimmerberg
Sowohl die ARA Horgen, als auch die ARA Thalwil sind in die Jahre gekommen. Beide müssen modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.
Schon 2014/2015 reifte die Idee zur Synergienutzung mit der Zusammenlegung der beiden ARA’s. Davon versprach man sich einen Mehrwert dank Skaleneffekt, Professionalisierung und Leistung. Der Weg bis zum Baustart führte durch den politischen Entscheid, den Planungskredit für die Projektausarbeitung, das Bauprojekt, die Urnenabstimmung, sowie das Ausführungsprojekt (Ausführungsplanung, Submissionen, Baubewilligung) und dauerte anschliessend bis 2021. 2022 wurde mit dem Bau begonnen.
Zu schaffen machten den Planern die Rahmenbedingungen: Enge Platzverhältnisse, die unmittelbar an der Baustelle gelegenen Geleise der SBB, die Nachbarschaft der Einwohner (Lärm, Gestank), der gleichzeitige Bau des Sihl Entlastungsstollens, die Seestrasse und nicht zuletzt die Hanglage. Die Baustellen erfordern deshalb eine stete und offene Kommunikation um mögliche Friktionen nicht aufkommen zu lassen.
Die neue ARA wird zusätzlich zu einem Kraftwerk. Besondere Aufmerksamkeit gilt der künftigen fast kompletten Nutzung des Energiepotenziels. Dies beginnt mit dem Standortentscheid Thalwil, wodurch, dank dem Höhenunterschied, auf Pumpenergie von Horgen her verzichtet werden kann. Neu wird das Klärgas zu Biogas aufbereitet und Photovoltaik auf den Dachflächen installiert. Neu wird ein Wärmeverbund (EKZ, Gemeinden Thalwil und Horgen) das Abwasser und Seewasser ebenfalls nutzen (separates Projekt).
Der gesamte Bau wird nach dem Standard Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) erstellt. Zwecks Platzoptimierung werden Kompaktanlagen für die mechanische Reinigung (keine Vorklärbecken mehr) eingesetzt. Hinzu kommt eine Membranfilterung, die für den Gewässerschutz eine Mehrleistung bringt indem Keime, Viren und Mikroplastik zurückgehalten werden. Die gesamte Anlage wird eingehaust und die Abluft behandelt. Grosse Bedeutung wird auch dem Lärmschutz zugemessen.
Zwischen Horgen und Thalwil wird auf 2,7 km eine Gussleitung von 500 mm unter der Seestrasse in ca. 4,5 m Tiefe verlegt. Der Bau erfolgt in Etappen und wird mit anderen Projekten des Kantons koordiniert. Die Druckleitung wird durch den Höhenunterschied und Pumpen betrieben, die Reinigung erfolgt mittels Spülstoss/Druckluft.
Der Terminplan für die Planungsarbeiten, die Realisierungs- und die Drittarbeiten sieht als Ende das Jahr 2030 vor. Die Gesamtkosten für die ARA Zimmerberg, das Pumpwerk und die Verbindungsleitung werden mit 131,5 Millionen Franken veranschlagt, die Betriebs- und Kapitalfolgekosten mit jährlich 8,4 Millionen. Eine Anpassung der Gebühren ist ab 2027 geplant und sieht je nach Gemeinde 30, 40 oder 100 % pro m3 Abwasser vor. Entsprechend gibt es dafür zahlreiche Mehrwerte: Reinigungskapazität bis 2050, Neuanlage mit «Zukunfts-Technik», tiefere Kosten als Einzelanlagen, weniger Personal als bei 2 ARA’s, ökologisches Energiekonzept, Abluft- und Lärmbehandlung und vieles mehr.
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- Betriebsleiter und Verantwortlicher für das Bauprojekt ARA Zimmerberg
- Benjamin Schegg, Stv Gesamtprojektleiter für das Bauprojekt ARA Zimmerberg
Zusammenfassung: Toni Semadeni
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Kiwanis Dinner vom Dienstag, 7. Februar 2023
Präsentation von Neno Rasuo
Wer bin ich?
Geboren wurde Nedeljko (Neno) Rasuo am 28.08.1966 in Knin, Kroatien. In Srb, Kroatien, besuchte er während 8 Jahren die Grundschule und anschliessend während 4 Jahren das Pädagogische Gymnasium in Korenica. Als aufgeweckter Junge pflegte er viele unterschiedliche Hobbies wie fischen, klettern, Cartoons sammeln, schwimmen, Fussball und Basketball spielen, Velo fahren, lesen, Schiessen mit Kleinkaliber Gewehr und selbstgebasteltem Pfeilbogen sowie Auto und Motorrad fahren (bereits ab 15 Jahren). Er lebte nach dem damaligen Motto seiner Familie: «Wir können alles und haben für alles eine Lösung».
In Tuzla, Bosnien und Herzegowina studierte er und schloss ab als Dipl. Ing. für Arbeitssicherheit und Umweltschutz. 1991 reiste er in die Schweiz ein, fand allerdings keine seinem Abschluss entsprechende Anstellung und arbeitete deshalb 7 Jahre in der Gastronomie als Küchenbursche, Kellner und Rezeptionist. 1998 orientierte er sich neu und erhielt einen Ausbildungsplatz bei der Asyl-Organisation Zürich als Kursleiter Gastronomie und Service. Berufsbegleitend startete er eine Ausbildung zum Sozialarbeiter und Sozialpädagogen, die er 2003 erfolgreich abschloss. Es folgte ein Stellenwechsel zur Stadt Zürich im Bereich Arbeitsintegration wo er ausgesteuerte Personen für den ersten Arbeitsmarkt beriet und vermittelte.
2014 wagte Neno den Schritt in die Selbständigkeit und gründete die «Solid Works GmbH» mit den Tätigkeitsschwerpunkten Vermittlung, Coaching, sozialpädagogische Familienarbeit. Seine Klienten sollten erfahren, dass jeder Mensch wertvoll ist und dass er sich für seine Bezugspersonen ernsthaft einsetzt.
Neben seiner Tätigkeit als Inhaber und Geschäftsführer der Solid Works GmbH arbeitet er noch in Teilzeit als Job Coach bei der Stadt Zürich, Bereich Arbeitsintegration im Sozialdepartement und wenn er noch die Zeit dafür findet auch als Gerichts- und Behördendolmetscher.
Nenos Werte und Glaubenssätze benennt er heute so:
Wunder sind immer möglich. Tue Gutes und erwarte keinen sofortigen Lohn dafür. Teile anderen mit, welche Wünsche und Ziele Du hast. Mache so viele gute Taten wie möglich und verbreite positive Energie. Achte auch auf diejenigen, die weniger zu sagen haben.
Neno Rasuo ist mit Grozdana verheiratet und Vater von Nikola (21) und Marko (19).
Toni Semadeni